Max Pommer ist Ende des 19. Jahrhunderts ein gefragter Architekt in Leipzig. Er baut Stadtvillen in den vornehmsten Lagen, erfolgreiche Unternehmer lassen sich ihre Geschäftshäuser von Pommer bauen.
1898 erhält Pommer die Lizenz für die Ausführung des Hennebique-Eisenbetonbauweise-Systems in Sachsen. Das System setzt die monolithische Bauidee konsequent um: Deckenplatte und die tragenden Längs- und Querrippen bilden eine unlösliche Einheit. Spektakulär ist die Überdachung von Flächen bis zu 10.000 qm.
Pommer baut zum Beispiel die Wagenhallen der Großen Leipziger Straßenbahn. Herausragend ist jedoch der Leipziger Hauptbahnhof, ein Meisterwerk der Baukunst.